Heckbox oder Dachbox: Was passt besser?
Eine Heckbox auf der Anhängerkupplung ist eine Alternative zur Dachbox. Für welches Gepäck sie sich eignet und worauf du bei der Stützlast achten musst.
Von Redaktion Dach & Heck · Aktualisiert am · 2 Min. Lesezeit
Wenn der Kofferraum voll ist, denken die meisten an eine Dachbox. Es gibt aber eine Alternative: die Heckbox, die wie ein Fahrradträger auf der Anhängerkupplung sitzt. Für welches Gepäck sie sich eignet, zeigt ein Vergleich.
Was ist eine Heckbox?
Eine Heckbox ist eine Transportbox, die auf einem Grundträger auf der Anhängerkupplung befestigt wird. Manche Hersteller nutzen dafür ihren eigenen Fahrradträger als Basis, andere liefern einen eigenen Grundträger mit. Im bislang einzigen ADAC-Test von Heckboxen (2017) fassten die sechs Modelle zwischen 195 und 310 Liter.
Heckbox und Dachbox im Vergleich
| Heckbox | Dachbox | |
|---|---|---|
| Geeignet für | kompaktes Gepäck, Skischuhe, Schlitten | lange Sachen wie Ski, leichtes Gepäck |
| Volumen | im ADAC-Test 195–310 l | kompakte Boxen um 400 l |
| Beladen bei hohen Autos | leicht | schwierig |
| Niedrige Garagen | kein Problem | Auto ist höher |
| Platzbedarf im Keller | geringer | groß |
| Voraussetzung | Anhängerkupplung | Dachreling oder Querträger |
| Grenze | Stützlast | Dachlast |
| Kofferraum | je nach System eingeschränkt | frei zugänglich |
Vorteile der Heckbox
Laut ADAC bietet die Heckbox in manchen Punkten sogar Vorteile gegenüber dem Dach:
- Bei höheren Autos ist sie leichter zugänglich.
- Sie nimmt im Keller oder in der Garage weniger Platz weg.
- Niedrige Decken, etwa in Hotelgaragen, sind kein Hindernis.
Dazu kommt der Luftwiderstand: Bei der ADAC-Verbrauchsmessung mit einem Elektroauto kostete ein Fahrradträger am Heck deutlich weniger Energie als Aufbauten auf dem Dach. Eine Heckbox hat der ADAC dabei nicht gemessen – sie sitzt aber ebenfalls größtenteils im Windschatten des Autos.
Worauf du achten musst
Stützlast: Grundträger, Leergewicht der Box und Ladung zählen zusammen. Die Summe darf die Stützlast nicht überschreiten. Wie du rechnest, steht im Ratgeber Stützlast und Fahrradträger – die Werte beliebter Autos in der Stützlast-Tabelle.
Länge und Schwerpunkt: Mit Heckbox ist das Auto länger. Bei voller Box verändert sich der Schwerpunkt, darauf weist der ADAC hin.
Kofferraum: Im ADAC-Test war der Zugang zum Kofferraum bei den Boxen auf einem Fahrradträger besser gelöst als bei eigenen Grundträgern.
Kennzeichen und Licht: Verdeckt die Box Kennzeichen oder Leuchten, gelten dieselben Regeln wie beim Fahrradträger – mehr dazu in Kennzeichen und Beleuchtung am Heckträger.
Fazit
Für den Skiurlaub mit langen Ski bleibt die Dachbox meist erste Wahl – unser Dachbox-Vergleich zeigt die Modelle mit „gut“ im ADAC-Test. Wer ohnehin einen Fahrradträger auf der Kupplung hat und vor allem Taschen, Schuhe oder Schlitten mitnimmt, sollte sich die Heckbox des Trägerherstellers ansehen.
Quellen
Unser Vergleich zum Thema
Zum Vergleich: Dachbox-Vergleich: 5 Universalboxen mit ADAC-NoteHäufige Fragen
Was ist besser, Heckbox oder Dachbox?
Für lange Gegenstände wie Ski ist laut ADAC meist die Dachbox besser. Für kompaktes Gepäck wie Taschen, Skischuhe oder Schlitten kann die Heckbox die bessere Wahl sein – vor allem bei hohen Autos.
Was zählt bei der Heckbox zur Stützlast?
Das Gewicht des Grundträgers, das Leergewicht der Box und die Ladung. Zusammen dürfen sie die Stützlast nicht überschreiten.
Kann ich meinen Fahrradträger als Grundträger für eine Heckbox nutzen?
Manche Hersteller bieten Heckboxen an, die auf ihren eigenen Fahrradträgern montiert werden. Im ADAC-Test war diese Kombination etwas einfacher zu handhaben als ein eigener Grundträger. Ob es für deinen Träger eine passende Box gibt, steht beim Hersteller.
Bildnachweise
- Titelbild: Foto: Fallaner / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 , zugeschnitten und verkleinert
Alle übrigen Abbildungen sind eigene schematische Grafiken.