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Dach & Heck

Stützlast & Dachlast

Dachlast berechnen: So viel darf in die Dachbox

Wo steht die Dachlast, und wie viel Gepäck darf in die Dachbox? Mit Formel, Rechenbeispiel und den Regeln für Höhe, Überstand und Achslast – nach ADAC.

Von Redaktion Dach & Heck · Aktualisiert am · 2 Min. Lesezeit

Silbergrauer SUV mit flacher Dachbox auf dem Dachträger, seitlich fotografiert
Foto: Retired electrician / Wikimedia Commons, CC0 1.0 , zugeschnitten und verkleinert

Eine Dachbox schafft Platz für Ski, Kinderwagen oder Campingausrüstung. Wie viel du einpacken darfst, entscheidet die Dachlast deines Autos – und davon geht mehr ab, als man denkt.

Wo steht die Dachlast?

Die zulässige Dachlast steht nur in der Betriebsanleitung deines Autos. Im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) fehlt sie, darauf weist der ADAC ausdrücklich hin. Dort stehen nur Werte, die du zusätzlich im Blick behalten musst:

  • F.2: zulässiges Gesamtgewicht des Autos
  • 8.1: zulässige Achslast vorne
  • 8.2: zulässige Achslast hinten

Laut ADAC liegt die Dachlast bei den meisten Autos bei 75 kg. Deutlich mehr tragen vor allem Transporter: Mercedes Sprinter und VW Crafter jeweils 300 kg, ein VW T7 170 kg.

Die Formel

Von der Dachlast gehen Dachträger und leere Box ab:

Zuladung = Dachlast − Gewicht des Dachträgers − Gewicht der leeren Dachbox

Rechenbeispiel aus dem ADAC-Test

Der ADAC rechnet am Testauto VW Golf mit 75 kg Dachlast:

Gewicht
Dachlast laut Hersteller75 kg
Dachträger− 5,1 kg
Schwerste Box im Test (Mercedes Dachbox M)− 23,9 kg
Bleibt für Gepäck46 kg

Mit einer leichten Box wie der Kamei Base 400 (13,9 kg laut ADAC-Messung) bleiben unter denselben Bedingungen rund 56 kg. Gewichte und Volumen weiterer Boxen findest du in unserem Dachbox-Vergleich.

Achslast und Gesamtgewicht nicht vergessen

Die Dachlast drückt laut ADAC überwiegend auf die Hinterachse. Wenn das Auto voll besetzt ist und der Kofferraum beladen, kann die zulässige Achslast hinten oder das Gesamtgewicht überschritten sein, obwohl die Dachlast passt. Im Zweifel hilft eine Fahrt auf eine öffentliche Waage.

Höhe, Breite und Überstand

Für Ladung auf dem Dach gelten laut ADAC diese Grenzen:

  • Höhe: Auto mit Ladung insgesamt höchstens 4 Meter
  • Breite: höchstens 2,55 Meter, seitlich nicht mehr als 40 cm über die Begrenzungsleuchten
  • Vorne: kein Überstand über das Fahrzeug hinaus. Eine Dachbox darf aber über die Windschutzscheibe ragen.
  • Hinten: bis 1 Meter ohne Kennzeichnung, darüber mit hellroter Fahne (30 × 30 cm) oder hellrotem Zylinder

Im Ausland können andere Regeln gelten.

Dachlast erhöhen?

Die Dachlast lässt sich laut ADAC nur über eine Prüforganisation wie TÜV oder Dekra erhöhen. Die verlangen in der Regel eine Freigabe des Fahrzeugherstellers. Ohne diese Freigabe gilt der Wert aus der Betriebsanleitung.

Quellen

  1. Dachlast: Was es beim Transport auf dem Dach zu beachten gibt – ADAC
  2. Dachboxen im ADAC Test: Ist die für 300 oder die für 900 Euro besser? – ADAC

Unser Vergleich zum Thema

Zum Vergleich: Dachbox-Vergleich: 5 Universalboxen mit ADAC-Note

Häufige Fragen

Wo steht die Dachlast meines Autos?

Nur in der Betriebsanleitung. Im Fahrzeugschein steht sie laut ADAC nicht – dort findest du unter 8.1 und 8.2 nur die Achslasten und unter F.2 das zulässige Gesamtgewicht.

Zählen Dachträger und Dachbox zur Dachlast?

Ja. Die Formel lautet: Zuladung = Dachlast − Gewicht des Dachträgers − Gewicht der leeren Box. Bei 75 kg Dachlast, 5 kg Träger und 24 kg Box bleiben 46 kg.

Darf ich die Dachlast erhöhen lassen?

Laut ADAC nur über eine Prüforganisation wie TÜV oder Dekra, die in der Regel eine Freigabe des Fahrzeugherstellers verlangt.

Wie hoch darf das Auto mit Dachbox sein?

Insgesamt höchstens 4 Meter. Wichtiger im Alltag sind aber Garagen, Parkhäuser und Waschanlagen – miss die Höhe mit Box einmal nach.

Bildnachweise

Alle übrigen Abbildungen sind eigene schematische Grafiken.