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Dach & Heck

Recht & Praxis

Bußgeld bei Fahrradträger und Dachbox: Was kostet was?

Ladung schlecht gesichert, Stützlast überschritten, Warntafel vergessen: Welche Bußgelder in Deutschland und im Ausland drohen – mit Quellen vom ADAC.

Von Redaktion Dach & Heck · Aktualisiert am · 2 Min. Lesezeit

Kleiner Van mit hoch beladenem Dachgepäckträger voller Möbelteile, notdürftig festgezurrt
Foto: KaiKemmann / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 , zugeschnitten und verkleinert

Ein falsch beladener Fahrradträger oder eine schlecht gesicherte Dachbox ist vor allem ein Sicherheitsrisiko. Es kann aber auch teuer werden. Hier stehen die Bußgelder, die der ADAC nennt – für Deutschland und die wichtigsten Urlaubsländer.

Deutschland

VerstoßBußgeld laut ADAC
Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert35 Euro
… mit Gefährdung60 Euro + 1 Punkt
… mit Unfall75 Euro + 1 Punkt
Stützlast geringfügig überschritten (z. B. 5–10 kg mit Fahrradträger)25 Euro
Stützlast um mehr als 50 % überschritten60 Euro + 1 Punkt

Bei Unfällen mit Verletzten kann sich die Fahrerin oder der Fahrer laut ADAC sogar der fahrlässigen Körperverletzung schuldig machen. Und die Kaskoversicherung zahlt für Schäden durch verrutschende Ladung in der Regel nicht.

Was als „Ladung“ zählt

Eine Dachbox, Dinge in der Dachbox und Fahrräder auf dem Träger gelten als Ladung. Sie müssen so gesichert sein, dass sie auch bei Vollbremsung oder Ausweichmanöver nicht verrutschen oder herunterfallen. Wie du richtig belädst, steht in der Checkliste Fahrradträger und im Ratgeber Fahren mit Dachbox.

Ausland: Warntafel am Heckträger

In einigen Urlaubsländern braucht ein Fahrradträger am Heck eine Warntafel – in Italien und Spanien sogar, wenn er leer ist. Wer sie vergisst, zahlt laut ADAC:

LandBußgeld ohne Warntafel
Italienab 87 Euro
Spanienab 200 Euro
Portugalab 120 Euro

Welche Tafel wo vorgeschrieben ist, erklären wir im Ratgeber Fahrradträger im Ausland.

So vermeidest du Ärger

  • Stützlast und Dachlast rechnen, bevor du belädst – mit dem Stützlast-Rechner oder der Anleitung Dachlast berechnen.
  • Akkus abnehmen spart bei E-Bikes mehrere Kilo Stützlast.
  • Gurte nutzen: Räder zusätzlich mit Spanngurten sichern, Gepäck in der Dachbox festzurren.
  • Kennzeichen und Licht am Heckträger prüfen (Regeln dazu).

Quellen

  1. Ladungssicherung im Auto: So geht's richtig – ADAC
  2. Stützlast: Was mit Anhänger und Fahrradträger zu beachten ist – ADAC
  3. Warnweste und Warntafel im Ausland richtig nutzen – ADAC

Unser Vergleich zum Thema

Zum Vergleich: Kupplungsträger für E-Bikes: 11 Modelle mit ADAC-Note

Häufige Fragen

Was kostet schlecht gesicherte Ladung?

Laut ADAC 35 Euro Verwarnungsgeld, bei Gefährdung 60 Euro und einen Punkt in Flensburg, bei einem Unfall 75 Euro und einen Punkt.

Was kostet es, die Stützlast zu überschreiten?

Bei einer geringen Überschreitung, etwa um 5 oder 10 kg mit Fahrradträger, laut ADAC 25 Euro. Bei mehr als 50 Prozent drohen 60 Euro und ein Punkt.

Was kostet eine fehlende Warntafel im Ausland?

Laut ADAC in Italien mindestens 87 Euro, in Spanien mindestens 200 Euro und in Portugal ab 120 Euro.

Zahlt die Versicherung, wenn Ladung verrutscht?

Laut ADAC kann das problematisch sein: Für Schäden durch verrutschende Ladung zahlt die Kaskoversicherung in der Regel nicht.

Bildnachweise

Alle übrigen Abbildungen sind eigene schematische Grafiken.